28.-30.10.2003 Drei Tolle Tage

1. Tag

Trotz der sicher anstrengenden Reise von fast 800 km waren drei Angler aus NRW gut gelaunt am Hafen von Stralsund angekommen. Das Wetter war ideal zum Angeln, nur der Wasserstand machte mir Sorge. Der vorangegangene stürmische Tag hatte für mehr als 1 Meter unter normal Wasserstand gesorgt. Vorsichtig teilte ich meinen Gästen Berthold, Jan und Wolfgang meine Bedenken auf eventuelle Beißfaulheit der Fische mit. „Aber Bange machen gilt nicht“, wie es heißt, und so fuhren wir mit der „Alpha“ auf den Strelasund. Als sollte ich Recht behalten: die Mittagszeit war schon eine Stunde vorbei und nicht ein Fisch zupfte. Der Wind drehte auf West und brachte langsam das Wasser zurück, hoffentlich auch die Beißlust der Fische, dachte ich im Stillen. Da - Berthold mit einem Biss - und die Rute zeigte einen guten Hecht an. Kurze kräftige Fluchten, der Kescher war bereit und landete einen stattlichen Hecht von 91 cm. Petri Heil ! Der Fangtag war eröffnet und sollte in den letzten 3 Stunden noch 5 Hechte von 68 –87 cm bringen. Zwei Hechte wurden zur Verwertung mit in die Unterkunft genommen und eingefroren. Alle anderen wurden nach einem Foto zurückgesetzt. Schön, dass dies von den Anglern selbst angefragt und natürlich von mir gerne unterstützt wurde.

 

2. Tag

Nach einer erholsamen Nacht waren „meine Angler“ wieder erwartungsvoll am Boot erschienen und lobten die Unterkunft und den guten Schlaf. Eine neue Herberge hatte ich gefunden - mit
mehr Platz und Komfort. Schön, dass sich meine Suche durch ihr Lob schon bezahlt gemacht hatte. Mit einem Lächeln kündigte mir Jan an, meinen Rekordhecht überbieten zu wollen. Na denn: ran!
Gegen 9.30 Uhr wurde der erste heftige Biss von Jan verwandelt und mit 94 cmgleich ein sehr guter Hecht an Bord gebracht. Eine halbe Stunde später wieder Jan mit einem 74 Hecht und kurz darauf war Wolfgang, ein erfahrener Wallerangler, mit einem dicken Brummer im Drill. Immer wieder tauchte der Hecht unter das Boot, doch Wolfgang hatte alles im Griff. Dann erschien der Hecht vor meinem Kescher und wurde sicher gelandet. Gespannt wurde gemessen und mit 97 cm der Meter knapp verfehlt. Schnell wurde ein Foto geschossen und der Hecht tauchte mit einem kräftigen Schwanzschlag wieder in die Tiefe. Berthold schien heute nicht dran zu sein, denn Wolfgang schlug wieder zu und bekam einen schönen 68cm Hecht für die Küche. Alle Hechte wurden mit Gummifisch gefangen und eine grünliche Farbe hatte es ihnen angetan. Der Nachmittag war angebrochen und wir beschlossen, einen bevorzugten Zanderstandort anzufahren. Leider erlebten wir
eine böse Überraschung, denn der Fischer hatte den ganzen Bereich mit Netzen„zugenagelt“. Wir versuchten zwar unser Glück, aber schnell stellte sich heraus, dass es keinen Sinn machte.
Ein Standortwechsel sollte nun auch Berthold einen Hecht bringen und mit 96 cm reihte er sich in die prächtige Fangstatistik
ein. Der Tag endete mit einem 1,01 cm Hecht von 16 Pfund (!), eine dicke
Hechtdame.

 

3. Tag

Bestes Angelwetter - aber wie ich immer sage: „Ententeichwetter“ - ohne Wind oder Strömung. So fuhr ich zu einer Zander- und Barschstelle und wie sich herausstellte: Berthold ist ein
begeisterter Barschangler. Leider waren nur kleine Zander unterwegs, aber es wurden schöne Barsche gefangen. Jan, unser Relaxangler, war von den Barschen nicht so angetan und angelte weiter mit einem 15 cm Gummifisch. Aber den Hechten
war nicht beizukommen. Berthold allerdings erwischte gegen

10.30 Uhr doch einen mit 77 cm Länge. Ein zweiter sollte ihm am Nachmittag kurz vor dem Kescher aussteigen. Dieser Tag brachte viele vorsichtige Zupfer, ohne auch nur die Möglichkeit zum rechtzeitigen Anhieb zu bekommen. Trotzdem beendeten wir den Tag zufrieden, denn jeder weiß, dass nicht jeder Tag gleich ist.

Mir persönlich haben diese drei Tage mit Berthold, Jan und Wolfgang sehr viel Spaß gemacht und ich freue mich schon
auf ein Wiedersehen.



Petri Heil !!!

                 

157 cm´Heilbutt und 57 kg
50er Rotbarsche
Polak an der Metergrenze
Blauhai mit 180cm
125 cm Leng